Inkasso: Diese Fakten sollten Sie kennen

Eine nicht überwiesene Rechnung hier, zwei offene Posten da – sind Sie Unternehmer oder Dienstleister, kennen Sie dieses Szenario sicherlich. Dabei ist ein Forderungsausfall nicht nur ärgerlich, sondern im schlimmsten Fall ein echtes Problem. Bilden viele kleinere Beträge zusammengefasst eine beträchtliche Summe, fehlt sie schließlich an anderer Stelle. Dies wird besonders dann deutlich, durchleuchten Sie bekannte Unternehmenspleiten wie etwa die der Lehman Brothers vor einigen Jahren.

Die Frage, bis zu welchem Punkt der Kunde König ist, stellt sich in dieser Belange rasch. Gedanken wie

  • Gefährdet der Mahnbescheid eine zukünftige Zusammenarbeit?
  • Welche Probleme entstehen auf meiner Seite, lasse ich eine Zwangsvollstreckung einleiten?
  • Wie gestaltet sich ein Mahnverfahren überhaupt?

sind hierbei nicht selten – und fallen ebenso häufig zu Lasten der Forderer.

Kennen Sie als mahnende Partei jedoch Ihre Rechte und Pflichten, lösen sich diese Unklarheiten gerne in Luft auf. Als etabliertes Inkassobüro mit Sitz in Köln ist es unser Anliegen, Sie hierbei an der Hand zu nehmen.

 

Wann ist eine finale Mahnung angebracht?

Kennen Sie das Gesetz zur Beschleunigung fälliger Zahlungen, das bereits seit 2000 im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert ist? Dieses regelt Vorgänge, die beim Verzugseintritt vor allem im Baugewerbe sowie im Handwerk anzutreffen sind. Auch die Verzugszinshöhe wurde im Rahmen dieser in Deutschland auf EU-Ebene gültigen Initiative angepasst.

Gleichzeitig besagen die entsprechenden Paragrafen, dass es etwa bei monetären Forderungen keiner Mahnschreiben mehr bedarf, um einen Zahlungsverzug seitens des Schuldners festzustellen. Schließlich wurde die vertraglich vereinbarte Schuldbegleichung innerhalb einer bestimmten Frist nicht erbracht – ein klarer Fall also.

 

Die 30 Tages Regel außer Kraft

Ist das Anmahnen mit drei Schreiben daher überflüssig? Korrekt, denn ein Verzug liegt bei Geldschulden auch ohne Bescheid nach spätestens 30 Tagen vor. Wesentlich zu wissen ist jedoch, dass diese Zeitspanne erst nach Rechnungseingang messbar und die Leistung zufriedenstellend erbracht ist.

Zusätzlich müssen Unternehmer und Verbraucher hinreichend über die gängige Frist informiert sein. Üblicherweise gelingt dies rechtskräftig und in gesondert ausgewiesener Form über die Rechnung.

Beachten Sie diesen Punkt, erleichtert dies Ihr internes Mahnwesen enorm. Gleiches gilt für Ihren Finanzhaushalt, da Sie die Ihnen zustehenden Mittel rascher erhalten. Doch was passiert, sollte Ihr Schuldner seinen Verpflichtungen dennoch nicht nachkommen wollen oder können?

 

Gerichtlicher Mahnbescheid im Überblick

Sind sämtliche Versuche einer außergerichtlichen Einigung zwischen Ihnen und dem Rechnungsempfänger gescheitert, sollten Sie das Hinzuziehen eines Gerichts in Erwägung ziehen. Hierfür müssen oben genannte Punkt nachweislich erfüllt sein, wobei ein Faktor maßgebend ist: Der Schuldner weigert sich nach wie vor vehement, den Forderungen nachzukommen.

In diesem Fall ist es möglich, die Ihnen entstandenen Ausgaben für die Eintreibung der ausstehenden Verbindlichkeiten nebst Verzugszinsen in Rechnung zu stellen. Diese lassen sich gegenüber dem Schuldner jedoch nur geltend machen, sind sie direkt mit diesem verbunden. Als Beispiel hierfür:

Etwaige Mehrausgaben für Personal stellen keinen relevanten Verzugsschaden dar. Beauftragen Sie eine Rechtsberatung, trifft dies hingegen zu. Dies gilt ebenso für die bereits genannten Verzugszinsen und die Ihnen entstandenen Kosten für den durch ein Gericht mahnenden Bescheid.

 

Erfolgreich gemahnt – und jetzt?

Ist ein rechtmäßiges Urteil zu Ihren Gunsten gefällt, tritt häufig eine titulierte Forderung in Kraft. Diese wird von einem Gerichtsvollzieher durchgesetzt und besitzt eine Gültigkeit von 30 Jahren. Zwar werden Sie etwa im Pleitefall Ihres Schuldners nicht umgehend finanziell entschädigt, jedoch sind Sie nun berechtigt, eine regelmäßige Sachverhaltsprüfung zu veranlassen. Im Rahmen dieser prüft ein Gerichtsvollzieher auf Ihren Wunsch hin die aktuelle monetäre Situation des Schuldners.

Beachten Sie bitte, dass ohne einen Vollstreckungstitel wie diesen keine gerichtlich angeordnete Vollstreckung möglich ist.

 

Unsere Experten an Ihrer Seite

Offensichtlich: Von der ursprünglichen Zahlungsaufforderung bis hin zum Erhalt der darin aufgeführten Summe kann einige Zeit verstreichen. Diese ist nicht selten mit einem hohen Einsatz kostbarer Nerven und anderer wichtiger Ressourcen verbunden. Als erfahrenes Inkassounternehmen wissen wir um diesen Umstand – und als verlässlicher Ansprechpartner stehen wir mit hilfreichem Rat und proaktiver Tat zur Seite.

Möchten Sie Ihre individuelle Frage zum Thema durch unsere Experten beantwortet wissen? Gerne nehmen wir diese via SSL-verschlüsselter E-Mail an info@inkasso-koeln.de entgegen. Wir freuen uns darauf, Ihnen behilflich sein zu dürfen!

 

End Of Article